Blumenzwiebeln- die Stars im Frühjahr

Wiederholung wegen starker Nachfrage

Online Gartenvortrag am Donnerstag, den 7. Oktober um 19 Uhr

Ab September können Blumenzwiebeln gepflanzt werden. Mit den sogenannten Geophyten verdoppeln Sie ihre Beetfläche. Ab Februar können Sie für erste Blütenhöhepunkte mit Winterlingen und Schneeglöckchen sorgen.

Die Devise heißt: Nicht kleckern, sondern klotzen!!!

Verschwinden bei Ihnen auch regelmäßig Zwiebeln oder kommen nur mit Laub, aber ohne Blüte wieder? Nach dem Vortrag wissen Sie, warum und was Sie ändern können.

Der Vortrag handelt von der Auswahl, der Pflanzung, der Pflege und der Vermehrung der Zwiebeln. Da die Sorten sehr wichtig für ein dauerhaftes Bleiben im Beet sind, stelle ich ein robustes Sortiment an Frühjahrsblühern vor.

Tulpe ‚Jan Reus‘ und ‚Don Quichotte‘

Ich verrate Ihnen ganz viele Tipps und Tricks der Profis. Es können jederzeit auch Fragen gestellt werden.

Termin: Donnerstag, der 7. Oktober um 19 Uhr über Zoom

Dauer: circa 2 Stunden

Kosten: 20 Euro pro Person

Anmeldung über das Kontaktformular auf meiner Homepage:

http://www.die-gartenschule.de/#contact

oder per Email an anja.berger@die-gartenschule.de

Planung und Anlage eines Staudenbeetes

Online Gartenvortrag am Mittwoch, den 4. August 2021 um 19 Uhr

Um ein ganzjährig schönes Staudenbeet anzulegen, müssen viele Dinge berücksichtigt werden. Als Hobbygärtner hat man manchmal das Gefühl, es wären zu viele Dinge…

In dem Vortrag geht es um die Standortanalyse (Licht, Bodenfeuchte, Nährstoffe, pH-Wert…), die Konzeptentwicklung (Blütenschwerpunkt, Insektenfreundlichkeit, Farbe…) sowie der standortgerechten Pflanzenauswahl. Es werden Internetseiten vorgestellt, die das Planen erleichtern. Nur die richtige Pflanze am richtigen Platz kann gut wachsen und blühen.

Online Gartenvortrag über die Planung eines Staudenbeetes

Außerdem werden Hilfsmöglichkeiten wie z.B. Ereigniskalender besprochen, um die finale Pflanzenauswahl zu treffen. So können auch Ungeübte, tolle Staudenbeete kreieren.

Die Beetvorbereitung und anschließende Pflanzung ist auch Teil des Vortrages.

Ich verrate Ihnen ganz viele Tipps und Tricks der Profis. Es können jederzeit auch Fragen gestellt werden.

Termin: Mittwoch, der 4. August um 19 Uhr über Zoom

Dauer: 2 Stunden

Kosten: 20 Euro pro Person

Anmeldung über das Kontaktformular auf meiner Homepage:

http://www.die-gartenschule.de/#contact

oder per Email an anja.berger@die-gartenschule.de

Trockenheitsverträgliche Pflanzen

Wiederholung
Online Gartenvortrag am Donnerstag, den 15. Juli über Klimapflanzen

Die Sommer werden immer heißer und leider auch trockener. Unser Gärtnern wie wir es kennen, wird sich ändern müssen.

Viele wollen bzw. können nicht mehr ständig ihre Pflanzen giessen, deswegen ist eine standortgerechte Pflanzenauswahl von immer größerer Bedeutung.

Es gibt Stauden, Sträucher und Bäume, die, einmal eingewachsen, nie wieder gegossen werden müssen.

In dem Vortrag erzähle ich von den Anpassungen der Pflanzen, der Bodenvorbereitung und stelle ein Sortiment von trockenheitsverträglichen Stauden und Sträuchern vor.

Online Vortrag über Klimapflanzen

Termin: Donnerstag, den 15. Juli um 19 Uhr über Zoom

Dauer: 2 Stunden

Kosten: 20 Euro pro Person

Anmeldung über das Kontaktformular auf meiner Homepage:

http://www.die-gartenschule.de/#contact

oder per Email an anja.berger@die-gartenschule.de

Dreikampf Rasen: Mähen, düngen und wässern

Jetzt ist die große Zeit der Zierlauchsorten. Überall schweben über den Beeten die lila Kugeln. Wenn Sie diese immer noch nicht gedüngt haben, dann gießen Sie jetzt noch ein paar Mal mit einem Flüssigdünger. Das welkende Zwiebellaub ist zwar nicht schön, muss aber unbedingt braun werden können, damit alle Kraft zurück in die Zwiebel geht.

Zierlauch Allium aflatunense
Zierlauch Allium aflatunense

Behalten Sie das Beikraut in den Beeten im Auge. Alles, was Sie vor der Blüte rechtzeitig entfernen, kann sich nicht aussäen und vermehren.

Ein großes Thema bei meinen Kunden ist immer der Rasen. Einen englischen Rasen wollen die wenigsten, aber grün sollte er schon sein. Leider leidet der Rasen extrem unter der sommerlichen Trockenheit der letzten Jahre. Ein Klimagewinner ist die gepflegte Rasenfläche jedenfalls nicht.

Trotzdem hat er ja auch aus gestalterischen Gründen seine Daseinsberechtigung.

So einen schönen Rasen sieht man selten, macht aber auch viel Arbeit

Aber Sie sollten schon etwas für eine grüne Fläche tun:


Anfang März wird das erste Mal mit einem organischen Rasendünger gedüngt, z.B. mit meinem Cuxin Rasendünger Spezial.

Cuxin Rasendünger Spezial 20 kg für 40.50 Euro
Cuxin Rasendünger Spezial 20 kg


Möchten Sie vertikutieren, sollten Sie erst einmal so lange warten, bis Sie die Düngerwirkung richtig bemerken.
Dieses Vertikutieren, also das oberflächliche Anritzen der Erdoberfläche und damit verbundene Lockern des Mooses und anderer Beikräuter, ist nämlich eine ziemliche Belastung des Rasens. Deswegen sollte er mindestens zwei Wochen vorher gedüngt worden sein, so dass er so richtig im Wuchs ist.
Ist Ihre Rasenfläche nicht allzu groß, dann harken Sie lieber ab und an mal mit einem Metalllaubrechen die Fläche ab. So holen Sie auch von der verfilzten Moosschicht etwas heraus und es ist viel schonender.
Wichtig ist die Nachdüngung Anfang Juni. Der organische Dünger reicht so ungefähr 2 bis 3 Monate, also ist er spätestens dann aufgebraucht.
Bis dahin sollten Sie mindestens einmal in der Woche mähen und zwar 3 bis 4 cm hoch in der Sonne und in schattigeren Bereichen 5 bis 7 cm hoch.
,,Problemunkräuter“ wie z.B. den Löwenzahn stechen Sie am besten gezielt aus.
Der pH- Wert, also der Säuregehalt des Bodens, sollte bei 6 bis 6,5 liegen. Den messe ich ja immer, wenn ich bei Ihnen bin. Ist der pH-Wert zu niedrig, kann sich Moos bilden und viele Spurenelemente können von den Pflanzen nicht mehr aufgenommen werden, obwohl sie im Boden vorhanden sind. Gekalkt wird im Winter von November bis Februar und nie nach Gefühl, sondern nur nach Messung.
Sind Sie stolzer Besitzer eines Mähroboters (Wie heißt er denn bei Ihnen? Jeder Mähroboter hat nämlich einen Namen, manchmal einen männlichen und manchmal einen weiblichen, das finde ich sehr interessant).
Dann können Sie die Düngermenge reduzieren, da der Schnitt ja liegen bleibt und mit der Zeit wieder mineralisiert wird.

Im Herbst wird auch noch einmal gedüngt und immer noch regelmäßig gemäht.
Wenn Sie diese paar Punkte beherzigen, dann sieht Ihr Rasen direkt viel besser und gepflegter aus.
Und ein paar Löwenzahnblüten oder Gänseblümchen sehen doch auch ganz schön aus und bieten den Bienen auch noch Nahrung. Vielleicht möchten Sie ja auch an einer Stelle eine Staudenwiese anlegen?

Ich habe letztes Jahr viele Gänseblümchen aus der Wiese geporkelt und in die Zwischenräume eines Weges gepflanzt. Ich bin begeistert über diesen Dauerblüher.

Gänseblümchen als Bodendecker
Oben kurz nach Anlage, unten schon nach wenigen Wochen

Ich wünsche Ihnen eine schöne Gartenzeit
Ihre Gärtnermeisterin
Anja Berger

Die Gartenschule geht online

,,Wir decken den Tisch für Bienen und andere Insekten“

am 7. Mai 2021

Aus der Sicht einer Hobbyimkerin, aber hauptsächlich Gartenplanerin werden die Ansprüche der Bienen, ein wenig Blütenökologie und, was man sonst noch so für die Insekten im Garten verbessern kann, besprochen. Insektenhotels, Sandarium und Bienentränken helfen den Wildbienen.

Im zweiten Teil des Vortrages stelle ich ein für kleine Gärten geeignetes Sortiment an Bienenweidepflanzen vor. Wichtig ist vor allem die Früh- und die Spättracht.

Man kann Gutes für die Insekten tun und verzichtet trotzdem nicht auf einen schönen Garten.

Das Motto lautet: Jede Pflanze zählt!!

Online Vortrag

Es können viele Fragen gestellt werden.

Crocus als Bienenweide
Frühe Insektenweide: Blumenzwiebeln wie Crocus und Schneeglöckchen

Termin: Freitag, der 7. Mai um 19 Uhr über Zoom

Dauer: 2 Stunden

Kosten: 20 Euro pro Person

Anmeldung über das Kontaktformular auf meiner Homepage:

http://www.die-gartenschule.de/#contact

oder per Email an anja.berger@die-gartenschule.de

,,Kleine Sträucher für kleine Gärten“ am 24.März 2021

Sträucher auf Dauer klein zu schneiden funktioniert nicht. In diesem Vortrag stelle ich ein Sortiment von Sträuchern vor, die nicht zu groß werden. Verschiedene Blühzeiten, Laubfarben, Wuchshöhen, Herbstfärbung und auch Beerenschmuck werden besprochen.

Das Sortiment beinhaltet bekannte und auch leider noch unbekanntere Sträucher.

Wichtig sind auch trockenheitsverträgliche Gehölze, die mit dem Klimawandel gut zurecht kommen.

Es können viele Fragen gestellt werden.

Termin: Mittwoch, der 24. März um 18 Uhr über Zoom

Dauer: 1,5 bis 2 Stunden

Kosten: 20 Euro

Anmeldung über das Kontaktformular auf meiner Homepage:

http://www.die-gartenschule.de/#contact

oder per Email an anja.berger@die-gartenschule.de

,,Müssen Sträucher zum Friseur“ am 6. März 2021

Jetzt ist es allerhöchste Zeit, Ihre Ziersträucher zu schneiden. Wie Sie dies fachgerecht und natürlich machen, lernen Sie in dem Onlinevortrag. Das benötigte Werkzeug, richtige Schnittführung und der richtige Zeitpunkt für welche Sträucher werden auch erläutert.

Rosen werden zwar erst zur Forsythienblüte geschnitten, aber wie, erfahren Sie auch hier. Es können viele Fragen gestellt werden.

Termin: Samstag, der 6. März 2021 um 14 Uhr über Zoom.

Dauer: 1,5 bis 2 Stunden

Kosten: 20 Euro

Anmeldung über das Kontaktformular auf meiner Homepage:

http://www.die-gartenschule.de/#contact

oder per email an: anja.berger@die-gartenschule.de

Der nächste Vortrag handelt von den

,,Gartenarbeiten im Frühling“

Online Vortrag über alle anfallenden Arbeiten im Frühjar

Inhalt: Alles, was jetzt im Garten gemacht werden sollte: Blumenzwiebeln, Gehölz- und Rosenschnitt, Pflanzzeit: Verkaufsware und Pflanzung, Rückschnitt der Staudenbeete, Teilung und Verjüngung von Stauden, Rasenpflege, Kompost und wenn noch Zeit ist, stelle ich ein paar Frühjahrsblüher vor

Termin ist Freitag, der 26. Februar 2021 um 18 Uhr über Zoom

Dauer: 1,5 bis 2 Stunden

Kosten: 20 Euro

Anmeldung über das Kontaktformular auf meiner Homepage:

http://www.die-gartenschule.de/#contact

oder per Mail an : anja.berger@die-gartenschule.de

Ich würde mich freuen, Sie als Zuhörer begrüßen zu dürfen.

Ihre Gärtnermeisterin

Anja Berger

Wem kribbelt es schon in den Händen?

2021 ist schon wieder fast drei  Wochen alt, sind Sie noch im Wintermodus oder kribbelt es schon wieder in den Händen, dass es draußen endlich wieder los geht?

Ich bin ja irgendwann im Herbst eigentlich immer froh, dass mal Ruhe im Garten einkehrt. Wobei ich jede  Jahreszeit im Garten genießen kann. Auf Instagram werden ab Herbst Fotos mit Sommerrückblicken und ab Januar mit Frühlingsvorschauen gepostet. Ich bin der Meinung, dass es auch im winterlichen Garten so viel zu entdecken gibt.

Asternpuschel vor Brandkrautetagen

Das Stehenlassen der Staudenbeete im Herbst hat nur Vorteile:

  1. In den hohlen oder markhaltigen Stängeln können Insekten überwintern. Dazu muss der Stängel aber entweder umgeknickt oder angeschnitten worden sein. Wie soll sonst das Insekt dort reinkommen?
  2. Die Überwinterungs- und Erneuerungsknospen sind durch die vertrocknete Blatt- und Stängelmasse besser vor Frost geschützt.
  3. Es gibt den ganzen Spätherbst und Frühwinter noch wirklich tolle Bilder und Details im Garten zu sehen.
  4. Viele Samenstände liefern in unserer immer aufgeräumteren Landschaft Nahrung für Vögel und andere Tiere.
Staudenbeet im Winter

Wenn Sie allerdings viele Blumenzwiebeln in Ihren Beeten haben, muss der Rückschnitt deswegen ziemlich früh im Jahr durchgeführt werden. Februar ist in dieser Hinsicht optimal, aber dann sollten Sie das abgeschnittene Material nicht zerkleinern oder komplett auf den Kompost geben. Besser wäre es, die Stängel separat zu lagern, damit alle Insekten die Möglichkeit haben zu schlüpfen oder aus dem Winterschlaf zu erwachen. Dies ist aber bei vielen Arten erst im April oder je nach Wetter sogar erst im Mai der Fall. Sehr dicke und markhaltige Stängel können Sie auch auf eine Länge kürzen und senkrecht ( !)  an einem Zaunpfosten oder ähnlichem befestigen.

Großblumige Zwiebelarten wie Narzissen, Tulpen oder Zierlauch brauchen Nährstoffe, damit sie auch im Frühling 2022 wieder blühen können. Da der Lebenszyklus der Frühlingszwiebeln vom Austrieb über die Blüte bis zum Welken in nur ein paar Wochen durchlaufen wird, sollten Sie das austreibende Zwiebelgrün ab jetzt bis spätestens Mitte Februar gedüngt haben. Mein organischer Dünger braucht ja auch eine gewisse Zeit, bis er umgesetzt wird.

Ansonsten habe ich angefangen, Kompost zu sieben und auf den Beeten auszubringen. Das ist zwar für das Leben im Kompost nicht optimal, aber in ein paar Wochen habe ich dafür keine Zeit mehr.

Perlkörbchen im Winter

Die vergangenen und nächsten Tage sollen sehr nass und regnerisch werden, das ist aber für den Boden immer noch nötig. 2017 hatten wir in Solingen noch 1152 Liter Regen pro Quadratmeter ( eigene Aufzeichnungen hier in Merscheid), 2018 waren es nur 769 Liter, 2019 nur 783 Liter und im letzten Jahr nur 734 Liter. Der Boden ist in der Tiefe von 1,8 Meter immer noch ausgetrocknet bei uns. Wenn Sie ihre Regentonnen im Herbst nicht geleert haben, vergießen Sie das Wasser ruhig im Garten, auch wenn die Nachbarn denken, dass Sie etwas seltsam sind…

Ich wünsche Ihnen ein schönes und hoffentlich etwas nasseres Gartenjahr 2021.

Düngung beim Zwiebelaustrieb nicht vergessen

Bald erfreuen uns die Schneeglöckchen, es dauert nicht mehr lange.

Ihre Gärtnermeisterin

Anja Berger

Eigentlich muss man doch jetzt nichts machen, oder?

Viele Leute fangen jetzt an, wie wild den Garten winterfest zu machen.

Zur Beruhigung: Ich mache so gut wie gar nichts im Moment.

Die Blumenzwiebeln für das nächste bunte Frühjahr sind hoffentlich schon versenkt. Je früher diese im Herbst gesteckt werden, desto besser können sie einwurzeln.

Das Herbstlaub lasse ich an Ort und Stelle in den Beeten liegen. Es bietet erstens einen Schutz für den Boden und die Pflanzen, und die Amseln freuen sich den ganzen Winter über die darunter versteckten Insekten und Würmer. Wenn Sie ein intaktes Bodenleben haben, ist ein Großteil davon im Frühjahr schon umgesetzt.

Nur vom Rasen und der Terrasse entferne ich das Laub. Der Rasen würde darunter anfangen zu schimmeln. Da ich aber nicht gerne harke, mähe ich an trockenen Tagen einfach mit dem Rasenmäher noch einmal drüber. Diese Mischung aus klein geschredderten Laub und Rasenschnitt ist übrigens bestes Futter für den Kompost, oder als Abdeckung unter Hecken, Sträuchern oder im Gemüsegarten geeignet. Dann sollten Sie aber ein wenig Erde oder fertigen Kompost zum Beschweren darüber streuen, sonst müssen Sie diese Arbeit nach den ersten Stürmen vielleicht noch einmal machen. Überhaupt sollte der Rasen nicht zu hoch in den Winter gehen, also ruhig nochmal Anfang November mähen.

In den Teich sollte auch kein Laub gelangen, am Besten spannen Sie ein Netz drüber.

Was ich jetzt aber an trockenen Tagen immer mal wieder mache, ist noch einmal grob das Unkraut, bzw. politisch korrekt Beikraut, aus den Beeten zu entfernen. Alles was ich jetzt noch jäte, kann erstens nicht über den Winter weiter wachsen und zweitens habe ich dann im Frühjahr etwas weniger Arbeit.

Jetzt im Herbst ist auch noch die richtige Zeit zu pflanzen. Nach den Erfahrungen der letzten drei Sommer hat man bei der Herbstpflanzung definitiv weniger zu gießen. Solange der Boden auch noch warm ist, wurzelt alles gut ein. Nur verschiedene Gräser und Spätblüher wie Herbstanemonen würde ich dann erst wieder im Frühjahr nachpflanzen. In den Beeten können auch Stauden geteilt und Sträucher umgepflanzt werden.

Wenn Sie Hilfe bei der Planung brauchen….

Staudenpflanzung Gartenplan

Die Stauden in den Beeten lasse ich komplett stehen, außer sie werden matschig wie z.B. die Hosta. In den Stängeln können Insekten überwintern, das Verwelkte schützt die Pflanze und braune Samenständer sehen mitunter super schön aus.

Staudenbeet im November

Schneiden Sie jetzt alles runter, haben Sie bis zum Frühjahr nichts mehr zu sehen, keine Struktur und Höhe mehr in den Beeten und keine schönen Raureifbilder.

Was ist schöner? Die Blüte oder der Samenstand?

Und für alle, denen das Herbstwetter schon auf die Nerven fällt, es hat noch lange nicht genug geregnet. Googlen Sie mal Dürremonitor, der ist nach wie vor erschreckend für die tieferen Bodenschichten.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Herbst.

Ihre Gärtnermeisterin

Anja Berger

Jetzt schon an Blumenzwiebeln denken….

Es ist zwar erst Anfang August und der Sommer startet mit den Temperaturen wohl erst jetzt so richtig durch, aber trotzdem ist nun die richtige Zeit, sich Gedanken über die Blütenpracht im nächsten Frühjahr zu machen. Obwohl ein gut geplanter Garten seinen Gärtner das ganze Jahr über lockt, weil es immer etwas zu entdecken gibt, freut man sich doch ab Februar immer sehr über die ersten Geophyten, wie Blumenzwiebelgewächse auch genannt werden.

Da ich im Moment meine Blumenzwiebelbestellaktion laufen habe, möchte ich Ihnen einfach ein paar Frühblüher vorstellen:

Schneeglöckchen Galanthus nivalis

Das Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) blüht ab Februar und bietet den Bienen und Hummeln erste Nahrung. Mit den Jahren verwildert es und bildet große Tuffs. Es gibt zwar unglaublich viele Sorten, aber das heimische Schneeglöckchen ist sehr robust und langlebig.

Winterling Eranthis hyemalis
Winterling Eranthis hyemalis

Auch der gelbe Winterling mit seinem feinen Honigduft startet im Frühjahr ganz früh und ist wichtig für die Insekten. Hat er sich einmal etabliert, versamt er sich auch gerne im Garten, wenn nicht zu viel gehackt wird.

Hummel an Elfenkrokus Crocus tommasinianus

Bei den Krokussen habe ich extra Sorten ausgewählt, die zuverlässig wiederkommen und sich auch vermehren, außer Sie haben Mäuse im Garten. Gerade der Elfenkrokus ( Crocus tommasinianus) bildet mit der Zeit große blaue Teppiche. In den Rasen gepflanzt, dürfen Sie allerdings erst nach dem Einziehen der Blätter das erste Mal mähen.

Präriekerze Camassia leichtlinii

Die Präriekerze ( Camassia) blüht zwar erst im April/ Mai, aber mit einem leuchtenden Blau und hübschen Sternchen auf einem 80 cm hohen Stiel. Ich mag die unheimlich gerne. Im Frühjahr hat sie gerne einen feuchten Boden.

Riesenkugellauch Allium’Globemaster

Die Zierlauchsorten ( Allium’Purple Sensation‘ und‘Globemaster‘) blühen im Frühjahr, bzw. Sommer   ( Allium sphaerocephalon) und werden regelrecht belagert von Bienen. Die Bälle schweben an hohen Stielen über den anderen Blüten. Da das Laub der Zierläuche aber schnell häßlich wird, sollte man sie immer zwischen andere Stauden pflanzen, damit es dann verdeckt wird.

Osterglocken Narzissus pseudonarcissus’Golden Harvest‘

Früher war ich der Meinung, eine Osterglocke muss gelb sein. Mittlerweile liebe ich auch die weissen mit zarten Duft. Osterglocken sind etwas anspruchsloser  und vertragen auch Halbschatten und etwas mehr Feuchtigkeit, während Tulpen volle Sonne und vor allem Trockenheit im Sommer brauchen. Sehr schön sind auch hier die Wildtulpen, die zwar etwas kleiner oder eine geöffnetere Blüte haben, aber sich auch gerne verwildern.

Tulpe’Don Quichotte‘

Ein besonderes Schmuckstück ist für mich noch der Bulgarische Lauch mit dem unaussprechlichen botanischen Namen Nectaroscordum siculum. Aus der schmalen aufrechten Knospe entfalten sich hängende grün bräunliche Glöckchen, die sich nach dem Verblühen zur Samenreife wieder aufrichten wie die Sagrada Familia in Barcelona.

Bulgarischer Lauch Nectaroscordum siculum

Ich denke, Sie merken, wie toll ich Blumenzwiebeln finde. Damit verdoppeln Sie die Beetfläche und sorgen für einen ersten Blütenhöhepunkt ab Februar bis in den Mai. Dann übernehmen praktisch die Stauden den Staffelstab für das Blühen.

Ein kleiner Tipp noch für die Blumenzwiebeln:

Nicht kleckern, sondern klotzen!!!

Mit 10 Allium Zwiebeln erreichen Sie leider kein Blütenmeer.

Ich wünsche Ihnen einen schönen August

Ihre Gärtnermeisterin

Anja Berger

Rosenblüte zum Sommeranfang

Jetzt werden die Tage wieder kürzer, der Höhepunkt im Garten ist erreicht. Aufgrund der Regenfälle empfinde ich es auch nicht ganz so trocken wie letztes Jahr zu Beginn des Sommers.

Die Rosenblüte ist in vollem Gange. Für fast jeden Zweck gibt es eine passende Rose, von Zwergrosen mit nur 30 cm Höhe bis zu 10 Meter hoch werdenden Ramblerrosen. Wichtig ist vor allem die Sortenwahl, damit Sie viel Freude mit den Rosen haben.

Die einmalblühende Ramblerrose’Super Dorothy‘

Diese oft starkwüchsigen und nur einmalblühenden Kletterrosen sorgen für eine zweite Blüte in einem Baum. Aber der Baum muss schon sehr stabil und groß sein, sonst kann ihn die Rose auch zum Umstürzen bringen.

Ich habe unter anderem eine weisse `Bobby James‘ im Garten, die den mittlerweile sehr alten Reneklodenbaum an die Grenze des Ertragbaren bringt. Aber der Duft und das Summen der Bienen im Juni ist unbeschreiblich schön. Im Herbst zieren unzählige kleine Hagebutten diese Rose, worüber nicht nur ich mich freue, sondern auch die Vögel.

Bienenmagnet Ramblerrose’Bobbie James‘
Zweite Blüte im Obstbaum

Wenn Sie regelmäßig bei den öfterblühenden Rosen das Verwelkte ausschneiden, kommen den ganzen Sommer lang neue Blüten nach. Als Regel gilt hier bis auf das erste fünfzählige Blatt zurückschneiden. Obwohl Rosen Tiefwurzler sind und mit der Trockenheit der letzten Jahre super zurecht gekommen sind, treten trotzdem dieses Jahr viele Blattläuse und Pilzkrankheiten an den Pflanzen auf.

Bei den Blattläusen setze ich auf Vögel, Marienkäfer und andere Nützlinge, die sich von ihnen ernähren. Spritzen Sie selbst mit einem nützlingsschonenden Mittel, wandern die Nützlinge ab, da sie nichts zu fressen finden in ihrem Garten. Die Blattläuse kommen aber auf jeden Fall wieder.

Auch ein Garten ist ein hochkomplexes Ökosystem, in dem alles mit allem zusammenhängt und sich vieles von alleine reguliert.

Sind ihre Pflanzen sehr von Mehltau oder anderen Pilzkrankheiten befallen, hilft auch oft ein Rückschnitt. Die geschwächte Pflanze können Sie dann zusätzlich noch mit einem Flüssigdünger stärken.

Der Rasen sollte jetzt regelmäßig, am Besten einmal wöchentlich gemäht werden. Wenn Sie ihn noch nicht wieder gedüngt haben, sollten Sie das auch nachholen (organisch-mineralischer Rasendünger).

Sobald es wieder trockener wird, wird der Rasen nicht mehr so tief gemäht. Normalerweise stellen Sie den Rasenmäher in der Sonne auf 3 bis 4 cm und in schattigeren Flächen auf 5 bis 7 cm Höhe ein. Wenn es längere Zeit trocken ist, sollte er überall auf 7 cm gelassen werden, so vertragen die Gräser die Trockenheit besser.

Noch ein Tipp zum Gießen und Trockenheit. Gießen Sie frisch gepflanzte Pflanzen im ersten Jahr lieber selten und dafür viel ( 20 Liter pro Quadratmeter). So erziehen sie die Wurzeln dazu, in die Tiefe zu gehen. Behalten Sie bitte im Hinterkopf, dass man die Pflanzen auch verwöhnen und verziehen kann und diese dann nie ohne zusätzliche Bewässerung auskommen können.

Es gibt etliche Gehölze und Stauden, die, einmal eingewachsen, ohne zusätzliche Bewässerung selbst in trockenen Sommern auskommen. Ich berate Sie da gerne.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Sommeranfang und viel Genuss im Garten.

Ihre Gärtnermeisterin

Anja Berger

Genießen Sie Ihren Garten

Alles grün macht der Mai…

Der Mai hat begonnen und Ende April hat es wenigstens ein wenig bei uns geregnet.

Ich empfehle immer, irgendwo im Garten einen Regenmesser aufzustellen, damit man ein Gefühl für die Regenmenge bekommt. Bei mir waren es in der letzten Aprilwoche 28 Liter pro Quadratmeter. Nicht schlecht, hätte aber mehr sein können.

Die Pflanzen sind jedenfalls über Nacht doppelt so groß geworden und auch der Rasen ist gewachsen.

Wenn Sie viel Moos im Rasen haben, sollten Sie versuchen, die Ursache dafür zu finden.

Entweder ist ihre Rasenfläche zu sehr beschattet, was man aber meistens nicht wirklich ändern kann.

Wenn dies der Fall ist, sollten Sie den Rasenmäher sehr hoch einstellen und zwar auf 5 bis 7 cm.

Ein anderer Grund für Moos im Rasen ist Staunässe. Dies zu beheben ist auch nicht so einfach.

Manchmal hilft es regelmäßig, Lavagranulat auszustreuen, welches mit der Zeit eingeregnet wird und so den Boden lockert. Bei kleineren Flächen können Sie auch mit einer Metallstange Löcher in die Rasenfläche schlagen und diese mit Kies oder Lavagranulat auffüllen. Mit viel Glück haben Sie so die Verdichtung im Boden etwas aufgebrochen und das Wasser kann wieder ablaufen.

Moos entsteht aber auch, wenn der Säuregehalt des Bodens zu niedrig ist. Dies kann ich vor Ort auch mit einem pH- Wert Messgerät feststellen. Sollte er zu niedrig sein, kann im Winter gekalkt werden. Bitte nie auf Verdacht kalken, denn, wenn zu viel gekalkt wird, wird der Humus im Boden abgebaut und der Boden verarmt. Ein Gärtnersprichwort lautet: ,,Kalk macht reiche Väter und arme Söhne“, weil der Boden dann auf Dauer verarmt.

Weiterhin ist es wichtig, dem Rasen regelmäßig Nährstoffe in Form von Rasendünger zuzuführen. Nur so können die Grashalme gut wachsen und sich gegen das Moos und Unkraut durchsetzen.

Jetzt kommt noch ein Tipp, den viele nicht hören wollen: Einmal wöchentlich mähen!

Dadurch verzweigen sich die Halme besser und die Grasnarbe wird dichter. Rasenschnitt dünn ausgestreut ist ein hervorragender Mulch für Gemüsebeete oder unter Hecken und Gehölzen. Aber nur dünn verwenden, sonst kann die Schicht faulen.

Jetzt steht einem perfekten, satt grünen Rasen nichts mehr im Weg.

Ansonsten finde ich, explodiert der Garten gerade und es blüht schon so viel.

Die Maiglöckchen (Convallaris majalis) duften und gehören für mich einfach zu diesem Monat dazu.

Maiglöckchen (Convallaria majalis)

Die Staude ist hochgiftig und da sie im Herbst knallrote Beeren hat, auch nicht gerade ungefährlich für Kinder. Der Standort ist Halbschatten. Maiglöckchen vermehren sich stark durch Rhizome, also muss der Platz gut bedacht sein. Aber sie kommen auch mit Trockenheit sehr gut zurecht.

Die spätesten Narzissen in meinem Garten sind die Dichter- oder Pfauenaugennarzissen (Narcissus poeticus var. recurvus). Diese Schönheit duftet sogar und verlängert die Narzissensaison bis in den Mai hinein.

Dichter- oder Pfauenaugenarzisse (Narcissus poeticus var, recurvus)

Wichtig ist, dass sie im Frühjahr beim Austrieb gedüngt wird und direkt nach der Blüte vom Blütenstand befreit wird, damit die Kraft zurück in die Zwiebel fließt und sich Tochterzwiebeln bilden können. Auf diese Weise werden es mit den Jahren immer mehr.

In einem Kundengarten wächst diese Kombination mit den Hasenglöckchen ( Hyacinthoides non-scripta) unter einem ziemlich großen Walnussbaum.

Dichternarzissen, Bärlauch und Hasenglöckchen

Im Frühjahr ist die Fläche darunter ein einziger Traum. Erst kommen Schneeglöckchen und Krokusse, dann der Bärlauch, der von Vergißmeinnicht, Dichternarzissen und dem Hasenglöckchen begleitet wird. Sobald das Blätterdach der Walnuss geschlossen ist, wird die Stelle zu einem schattigen Sitzplatz.

Herrlich der Mai, oder?

Ich wünsche Ihnen viel Freude im Garten und ab und an einen leichten Landregen.

Ihre Gärtnermeisterin

Anja Berger